14 February 2026

Self-Care Blogparade

Ist Selbstfürsorge purer Luxus, ein zusätzliches To-do oder das Fundament für dein Leben?

Tankanzeige auf Reserve: Zeiger nahe „E“ als Symbol für leere Energie und Self-Care als Basis.


🎧 Audio (rd. 13 Minuten)
Du hörst lieber, als zu lesen? Dann lasse dir den Blogbeitrag von mir vorlesen.

Self-Care (Selbstfürsorge) bedeutet für dich als Frau in der Lebensmitte: du merkst früh, was in dir los ist, du setzt klare Prioritäten für und nicht gegen dich und du vermittelst Grenzen so, dass du innerlich stabil bleibst und im Außen ernst genommen wirst.



Dieser Beitrag entsteht im Rahmen der Blogparade „Was ist Selfcare für dich?“ von Rani Yoga Wien. Mich hat an Ranis Impuls besonders berührt, dass echte Self-Care wenig mit Leistung zu tun hat. Genau dort beginnt auch meine Geschichte.


Du kennst dieses Leben vielleicht, das scheinbar nur aus „funktionieren“ besteht. Kinder, Job, Partnerschaft, Familie, Termine, Verantwortung. Du bringst alles unter einen Hut, bist verlässlich, belastbar und stets für "alle" da.

Irgendwann kommt dieser Moment, in dem du dich fragst: Wer bin ich denn wirklich? Was macht mich aus? Was will ich?


Selbstfürsorge beginnt dort, wo du aufhörst, dich wie ein funktionierendes Werkzeug zu behandeln.


Als Selfcare zu einem weiteren Punkt auf meiner Liste wurde

Lange Zeit dachte ich, mein Leben sei in Ordnung. Mein Leben lief genau nach meinen Idealvorstellungen. Heiraten, Haus bauen, Kinder. Ich war zufrieden mit mir. Dann kam noch der berufliche Wiedereinstieg und eine Reihe ehrenamtlicher Projekte dazu. Ich war stolz auf meine enorme Belastbarkeit und auf mein Durchhaltevermögen. Das alles plus meinen vollen Kalender sah ich als Beweis für meinen Wert.


Heute sehe ich das anders: Ich hab mich beschäftigt gehalten, wollte allen Anfoderungen gerecht werden und versteckte mich vor Fragen, die wirklich zählen: Wie geht es mir ?


Wenn es unmöglich erscheint Nein zu sagen

Früh lernte ich zu erspüren was in anderen vor sich geht, mich darauf einzustellen, anzupassen, "brav" zu sein. Es fühlte sich sicher an für mich.

Passend dazu habe ich in mir die Haltung etabliert:

„Es darf niemand mitbekommen, wie es mir wirklich geht, denn das ist gefährlich.“

Wenn so eine innere Regel aktiv ist, fühlt sich Self-Care schnell wie Egoismus an. Dabei ist sie reiner Selbstschutz.


Warum das Wissen um Verhaltensweisen allein, selten reicht

Trotzdem ich einige meiner hinderlichen Muster erkannt habe, wiederholte ich sie. Erst später habe ich begriffen, warum und wie ich das ändern kann. In kritischen Momenten übernimmt oft ein innerer Anteil die Führung, der viel jünger ist als das aktuelles Ich. Dieser Teil von uns sucht dann etwas wie beispielsweise: Schutz, Sicherheit Zugehörigkeit und Harmonie. Er will vermeiden, dass wir in eine Situation geraten, die wir als bedrohlich erleben.


Genau dadurch passiert es, dass wir Ja sagen, wo ein Nein angebracht ist. Ein Nein, dass wir ganz leise in unserem Inneren spüren. Ihm jedoch keine Bedeutung beimessen.


Der strengste Richter sitzt manchmal im eigenen Kopf

Hast du dir auch schon Sätze gesagt, wie:

„Das hätte ich besser wissen müssen!“

"Niemand nimmt mich ernst."

„Wie konnte ich nur so dumm sein?“

"Wieso passiert mir das schon wieder?"

"Ich schaffe das einfach nicht."


Mit einer Freundin würdest du kaum so reden. Im eigenen Kopf war das lange normal, fühlte sich vertraut an.

Inzwischen hat Selfcare für mich jedoch eine neue Form bekommen:

Ich erkenne, wann ich an meiner Seite stehe bzw. wann ich mich verurteile.


Grenzen, Respekt und dieser eine unbequeme Satz

Nach einem gravierenden Vorfall innerhalb der Familie, geriet ich in eine sehr schwierige Entscheidungsphase und holte mir Unterstützung bei einer Lebens- und Sozialberaterin. Sie sagte diesen einen magischen Satz zu mir:

„Es braucht stets zwei: Einen Tuer und einen Lasser.“

Der Satz war unbequem, schmerzhaft und in mir wehrte sich alles dagegen - im ersten Moment.

Erst als ich ihn allmählich verdaut hatte, brachte er mich zu einer nüchternen Wahrheit: Wenn ich nichts ändere, ändert sich nichts. Dann bleibt es, wie es ist und das war untragbar für mich.

Noch etwas durfte ich auf dem Weg lernen: Mein „lieb und nett“ erzeugt selten Respekt. Es lädt manche Menschen ein, weiter zugehen. Vor allem dann, wenn ich meine Grenzen selbst kaum spüre und damit auch nicht rechtzeitig und klar zum Ausdruck bringen kann.

Klarheit wirkt oft liebevoller als ständiges Ja-Sagen.


Die Wende leitete mein Körper ein

Mit einem wunderbar gut funktionierenden und vitalen Körper ausgestattet, war ich es einfach nicht gewohnt. Es traten plötzlich Beschwerden auf, mehrfach. Ärztliche Abklärung blieb ohne medizinische Diagnosen. Genau das hat mich dazu gebracht genauer hinzusehen.


So begann ich mich zu fragen:

  • Was schlägt mir auf den Magen?
  • Was bringt meinen Zyklus aus dem Takt, obwohl er vorher verlässlich war?
  • Was in meinem Leben ist nicht in Ordnung?


In dieser Phase habe ich die Klärung in körperorientierter energetischer Begleitung (Kinesiologie) gefunden. Ich lernte, welche inneren Belastungen sich im Außen als Symptome zeigen können. Das gab mir Orientierung.


Dabei wurde auch sichtbar, wie stark das Familiensystem, unsere Ursprungsfamilie und alte Loyalitäten mitwirken können. Ein Satz hat mich besonders überrascht: dass ich an manchen Stellen mehr im Leben meiner Mutter stand als in meinem eigenen.


Ich erwähne das hier, weil es zeigt: Wenn Selbstfürsorge schwerfällt, liegt das vielleicht an einer tiefer liegenden Geschichte.


Erst als ich Verantwortung übernommen habe und eine klare Entscheidung traf, sowie entsprechende Handlungen setzte, verschwanden meine körperlichen Symptome wie von Zauberhand.

Heute bin ich achtsamer und fürsorglicher mit mir, weil ich vermeiden will, dass mein Körper wieder deutliche Signale sendet.


Verantwortung wird dringlicher, wenn andere mitbetroffen sind

Meinen beiden Söhnen, die damals noch Kinder waren, wollte ich mitgeben, wie reife Erwachsene konstruktiv mit Konflikten umgehen. Wie Respekt und Werte gelebt werden können. Dass ein Mensch bei sich bleiben kann, ohne hart oder unfair zu werden.

Der Weg hat mein Handeln verändert und war ein Prozess. Schritt für Schritt.


Sauerstoffmasken im Flugzeug in einer Notsituation


Das Sauerstoffmasken-Prinzip, das im Alltag wirklich wirkt

Kennst du die Durchsage im Flugzeug: Erst dir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann anderen helfen.

Das ist kein schnöder Spruch, sondern eine kluge Reihenfolge.

Wenn du deinen Tank bis zur Reserve leer fährst, kann es sein, dass du gar keine Energie mehr übrig hast, wenn jemand dich wirklich braucht.

Dir selbst fehlst du schon viel früher und merkst es oft nicht einmal.




Hier findest du ein kleines Geschenk zum Downloaden für dich. Klicke einfach auf das PDF.




Ein möglicher nächster Schritt

Ich baue meinen Blog gerade auf, und schreibe bewusst über echte Situationen, weil sie greifbar sind. Sie zeigen, wie schnell innere Muster anspringen und sie zeigen auch, wie ein sinnvoller Umgang im Alltag aussehen kann.


Wenn du gerade in einer Ausnahmesituation steckst und du wünschst dir wieder mehr Klarheit, dann lohnt sich ein Blick auf Selbstregulation als Handwerk. In meiner kinesiologischen Begleitung arbeite ich mit einem einfachen, alltagstauglichen Verfahren, das Menschen dabei unterstützt, innerlich wieder ruhiger zu werden und Entscheidungen aus innerer Klarheit zu treffen. Ich nutze es selbst, und genau deshalb gebe ich es so gerne weiter.


Wenn dich dieser Gedanke anspricht und du möchtest es kennenlernen, ausprobieren und deine eigenen Erfahrungen sammeln, dann melde dich gerne bei mir.


✨Fazit

Self-Care ist für mich keine Wellness-Idee. Sie ist die Basis, um im eigenen Leben zu stehen. Und jedes Mal, wenn ich mich frage „Stimmt das für mich“, komme ich ein Stück mehr zurück zu mir.


Wenn du gerade spürst: „Ich habe mich irgendwo verloren“, dann gilt auch das: Rückkehr ist möglich. Sie beginnt mit einem ehrlichen Innehalten. Wahrnehmen. Bei dir SEIN.




❓FAQ´s


Was ist Self-Care, wenn mein Alltag (über)voll ist?

Self-Care ist eine klare Entscheidung, die dich spüren lässt was stimmig ist. Zum Priorität klären, Grenze aussprechen, Körpersignale ernst nehmen, inneren Druck reduzieren.


Warum bringt Ja-Sagen oft weniger Respekt als ein klares Nein

Weil Klarheit Orientierung gibt. Freundlichkeit mit Grenze wirkt stabil. Verfügbarkeit ohne Grenze wird leichter übergangen.


Was hat der Körper mit Self-Care zu tun

Der Körper sendet früher Signale als der Kopf. Diese Signale zeigen, dass etwas innerlich neu geordnet werden will.